- Der Rettungsdienst -

 

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Zum aktuellen Stand RD KV Odenwaldkreis


Rettungsdienst - kleine Historie

Am Anfang, 1936, war ein Krankentransportwagen. Dieser stand in Michelstadt und wurde von der Firma Arzt gespendet. Bei Bedarf wurde das Fahrzeug mit Ehrenamtlichen aus dem Umkreis besetzt.

Erst 1939 wurde dieses Fahrzeug von zwei hauptamtlichen Mitarbeitern in Teilzeit besetzt. Es waren Herr Heckmann und Herr Löb.
1945 kam noch ein PKW sowie ein Pferd mit Kutsche inklusive Trage hinzu. Inzwischen gab es drei hauptamtliche Mitarbeiter. Hinzugekommen war Herr Friedel.

1946 mussten sich die Mitarbeiter des DRK von Ihrem Pferd trennen. Es wurde von einem betrunkenen amerikanischen Soldaten mit dem Bajonett erstochen.


Der Rettungsdienst der Rettungsleitstelle Odenwald umfasst eine Fläche von 624 km², ca. 100.000 Einwohner oder in anderen Worten den kompletten Odenwaldkreis.
Die Rettungsleitstelle befindet sich in der Rettungswache Erbach unterhalb des Bahnhofs. Von hier aus werden alle Einsätze des Rettungs-, Notarzt- und Feuerwehrdienstbereiches sowie alle Krankentransporte koordiniert. Die Rettungsleitstelle überwacht die laufenden Einsätze, verständigt die Krankenhäuser, sucht freie Betten in Spezialkliniken und alarmiert bei Bedarf weitere Einsatzkräfte und Einsatzmittel wie z.B. den Rettungshubschrauber. Einsätze an der Kreisgrenze werden mit den Nachbarleitstellen abgestimmt und bei Bedarf auch kreisübergreifend koordiniert.
Neben den Aufgaben für die Notfallrettung und den Krankentransport ist die Rettungsleitstelle auch die Anlaufstelle für das Hausnotrufsystem des DRK.

Aktuelle Fakten vom Rettungsdienst

Auch im vergangenen Jahr entwickelte sich der Rettungsdienst des DRK-Odenwaldkreises kontinuierlich weiter. So konnte schließlich auch der Ärztliche Leiter Rettungsdienst des Kreises, Dr. Bernhard Krakowka, im Rahmen der Einweihung der neuen Rettungswache in Beerfelden im November 2007 der außerklinischen Versorgung im Odenwald ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Die hohe Qualität der rettungsdienstlichen Versorgung sei inzwischen auch überregional anerkannt, so Krakowka in seiner Ansprache. Diese gelte sowohl hinsichtlich der medizinisch-technischen Ausstattung wie auch insbesondere hinsichtlich des Ausbildungsstands der Mitarbeiter.

Durch den Bau einer neuen Rettungswache in Beerfelden, Mümlingtalstraße, konnte die Notfallversorgung im südlichen Kreisgebiet weiter optimiert werden. In relativ kurzer Zeit konnte der DRK-Kreisverband, der die Firma CSF Hausbau GmbH mit der schlüsselfertigen Herstellung beauftragt hatte, die Wache in Betrieb nehmen.

So stellt das Rettungsfachpersonal des DRK-Odenwaldkreises die medizinische Versorgung der Patienten mit bis zu 20 ausgewählten Notfallmedikamenten sicher. Schon in der frühen Phase des Einsatzes können so auch ohne Anwesenheit eines Notarztes wichtige Maßnahmen ergriffen werden, die den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften entsprechen. Die Anstrengungen zur Erlangung einer solch hohen Qualität sind jedoch enorm. So werden alle hauptamtlichen Mitarbeiter und Aushilfskräfte nach der jährlichen verpflichtenden Weiterbildung in schriftlicher, praktischer und mündlicher Form auf die Beherrschung der Erweiterten Versorgungsmaßnahmen geprüft. 2007 wurde per Erlass des Hessischen Sozialministeriums eine solche Überprüfung verpflichtend für alle Rettungsdienste des Landes angeordnet. Der Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Odenwaldkreis erfüllt dieses wichtige Qualitätsmerkmal bereits in eigener Regie seit dem Jahr 2003.

Die Fahrzeugflotte wurde um zwei neue Rettungswagen der Firma „Delfis“ erweitert. Das markante Erscheinungsbild der mit einer speziellen Luftfederung, großem Patientenraum und neuer Signalanlage ausgestatteten Mercedes-Sprinter sorgt seitdem in den Bereichen der Außenwachen Höchst und Nieder-Kainsbach für einiges Aufsehen.

Diverse Spenden ermöglichten die Anschaffung neuer Geräte, deren Einsatz die Qualität der Versorgung weiter verbessern. So übergab beispielsweise der Besitzer des Michelstädter Fitness-Studios, Andreas Probst, am Rande des B-45-Festes der alten Koziol-Fabrik eine Spende in Höhe von 400,- €. Hiervon konnten Sensoren zur Messung des Blutsauerstoffgehaltes von Kindern gekauft werden. Nach wie vor ist der Rettungsdienst des DRK-Odenwaldkreises auf Spenden angewiesen, da die entsprechende DIN-Norm für die Ausstattung von Rettungswagen die Vorhaltung vieler nützlicher Geräte nicht vorsieht.

Im Jahr 2007 rückten die Fahrzeuge des DRK-Odenwaldkreises zu fast 8.000 Einsätzen aus, davon zu 618 Verkehrs- und sonstigen Unfällen. Bei 227 Einsätzen galt es, Kinder notfallmedizinisch zu versorgen. Für die Bewältigung dieser Aufgaben stehen dem DRK Rettungsfahrzeuge in den Wachen in Erbach, Beerfelden, Höchst und Nieder-Kainsbach rund um die Uhr zur Verfügung. Ein weiterer Rettungswagen mit Standort Sandbach unterstützt tagsüber die Versorgung der Bevölkerung im nördlichen Teil des Kreises.


 

Folgende Wachen stellen den Odenwaldkreis rettungsdienstlich sicher:

  • Erbach, Illigstraße 11 - Standort: 5 RTW / 3 KTW / 1 NEF
  • Erbach, im GZO - Standort: NEF
  • Beerfelden - Standort: 1 RTW
  • Breuberg - Standort: 1 RTW
  • Höchst - Standort: 1 RTW

NEF: Notarzteinsatzfahrzeug, RTW: Rettungswagen,
KTW: Krankentransportwagen


 

Einsätze 2006
  • NEF: 1.864
  • RTW: 6302
  • Fehlfahrten: 392
  • Notfalleinsätze mit Notarzt: 1.355 (davon 137 Kindernotfälle und 504 Unfälle
  • Notfalleinsätze ohne Notarzt: 1.101 (davon 91 Kindernotfälle)
  • Qualifizierte Krankentransporte: 5.201
  • Unfälle ohne Notarzt: 735
  • Unfälle insgesamt: 1.257
  • Gesamt: 8.558 Einsätze
 
Mitarbeiter
  • 51 Beschäftigte insgesamt im Rettungsdienst
  • 10 Mitarbeiter Freiwilliges Soziales Jahr
  • 5 Praktikanten (Rettungsassistenten im Praktikum, usw.)
  • 2 Desinfektionsbeauftragte
  • 2 MPG-Beauftragte (Medizinisches Produkte Gesetz)
  • 10 Lehrrettungsassistenten
  • 4,5 Verwaltungsangestellte
 
Rettungsmittel / Krankentransportwagen / Segmentmodell
Name
Funk-Rufname
Standort
Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)
90/82
Erbach-KKH
Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL)
100/01
Erbach
Rettungswagen (RTW 1) 24h im Einsatz
90/83
Erbach
Rettungswagen (RTW 2) Tagsüber im Einsatz
90/84
Erbach
Rettungswagen (MZF - Mehrzweckfahrzeug)
90/85
Erbach
Rettungswagen (1. Ersatz-RTW)
90/86
Erbach
Rettungswagen (2. Ersatz-RTW)
90/87
Erbach
Krankentransportwagen (KTW)
90/92
Erbach
Krankentransportwagen (Segment)
91/91
Erbach
Krankentransportwagen (Ersatz-KTW)
-
Erbach
Rettungswagen (RTW-Höchst)
93/83
Höchst
Rettungswagen (RTW-Sandbach)
93/84
Breuberg-Sandbach
Rettungswagen (RTW-Nieder-Kainsbach)
92/83
Nieder-Kainsbach
Rettungswagen (RTW-Beerfelden)
94/83
Beerfelden