Dienstjubiläen im Rettungsdienst

Dienstjubiläen im Rettungsdienst

Auf insgesamt 100 Dienstjahre im Rettungsdienst der Odenwälder Rotkreuzorganisation können die Rettungsassistenten Ulrich Atzbach, Klaus Gärtner, Oskar Marx und Conrad Weselek zurückblicken.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde würdigten DRK-Kreisgeschäftsführer Holger Wießmann und Kreisvorsitzender Konrad Bäumle das 25-jährige Dienstjubiläum ihrer Mitarbeiter.

Über den Zivildienst hatte Rettungsassistent Ulrich Atzbach zum DRK gefunden, wo er zunächst eine Ausbildung als Bürokaufmann absolvierte, sich zugleich jedoch als Rettungssanitäter ausbilden ließ, um sein berufliches Engagement im Rettungsdienst fortzusetzen. Nach seiner Ernennung zum Rettungsassistenten 1989 galt schon früh sein Interesse der Aus- und Fortbildung im Rettungsdienst. Entsprechend war er seit 1993 als Praxisanleiter und Fortbildungskoordinator tätig, wurde 1996 zum Leiter der Rettungswache Erbach und gleichzeitig zum stellvertretenden Leiter für den gesamten Rettungsdienstbezirk ernannt. Als solcher widmet sich Atzbach auch heute noch Maßnahmen der Qualitätsverbesserung im Rettungsdienst durch die erfolgreiche Optimierung von Ausbildung und Ausrüstung. Als redaktioneller Mitarbeiter der Zeitschrift „Rettungsdienst“ hat Atzbach schon zahlreiche Fachbeiträge veröffentlicht.

Auch Rettungsassistent Klaus Gärtner wurde durch den Zivildienst beim DRK-Kreisverband zum Rettungsdienst hingezogen. Nachdem Gärtner eine erfolgreiche Ausbildung als Elektroinstallateur absolviert hatte, bewarb er sich schon während seiner Zivildienstzeit für den Rettungsdienst, wo er zunächst als Sanitäter und seit November 1989 als Rettungsassistent erfolgreich arbeitet. Nicht zuletzt aufgrund seines handwerklichen Könnens, wurden Gärtner Aufgaben als Sicherheitsbeauftragter und Lagerverwalter übertragen. Dass auch die eine oder andere kleine Reparatur schnell und kostengünstig erledigt werden konnte, ist dem Allroundkönnen des Rettungsdienstlers zuzuschreiben.

Nach seiner Lehre als Bandagist und seiner Tätigkeit als Pfleger in einer Landesnervenklinik, fand Rettungsassistent Oskar Marx 1973 als Sanitätssoldat seine berufliche Neigung. Bereits in jungen Jahren hatte sich Marx auch ehrenamtlich im DRK engagiert und war einige Jahre als Bereitschaftsführer beim Roten Kreuz in Würzberg tätig. Neben seiner eigentlichen Tätigkeit als Rettungsassistent, wurden Marx bereits im Jahre 2000 die Aufgaben eines Lehrrettungsassistenten übertragen, die er auch heute noch ausführt und für die Ausbildung der Berufsanfänger und Praktikanten mitverantwortlich zeichnet. Auch die Ausbildung und Betreuung der Helfer-vor-Ort-Gruppen gehören zu seinen Tätigkeiten.

Ehrenamtlich ist Marx noch als Ausbilder für Erste-Hilfe und Reanimationslehrgänge für den Odenwälder Kreisverband tätig. Die Aufgaben als stellvertretender Rettungsdienstleiter wurden Rettungsassistent Marx bereits 2003 übertragen.

Als Auszubildender für den Beruf Bürokaufmann hat Rettungsassistent Conrad Weselek seine Laufbahn beim DRK begonnen. Auch er interessierte sich schon früh für eine Tätigkeit im Rettungsdienst und absolvierte zeitgleich seine Ausbildung als Rettungssanitäter. Bereits 1986 absol-vierte er einen Grundlehrgang für Leitstellenpersonal, wurde 1989 zum Rettungsassistenten ernannt und hat seine Qualifizierung im Bereich der Zentralen Leitstelle fortgesetzt. Seit 1994 wurden Weselek Leitungsaufgaben im Bereich der Zentralen Leitstelle des Odenwaldkreises übertragen. Dort ist er auch heute noch für die optimale Abwicklung der Einsätze in den Bereichen Rettungsdienst und Brandschutz, aber auch Hausnotruf und Patientenfahrten mit seinem Team verantwortlich.

In seiner Würdigung hob Kreisgeschäftsführer Wießmann insbesondere die beruflichen Erfahrungen, aber auch das besondere Engagement der Jubilare in den verschiedenen Aufgabenbereichen innerhalb des Rettungsdienstes und der Zentralen Leitstelle hervor. Abgesehen von Leitstellensprecher Weselek, der seine verantwortlichen Leitungsaufgaben in der Zentralen Leitstelle gefunden hat, kann jeder der Rettungsassistenten Atzbach, Gärtner und Marx auf nahezu 5.000 reine Notfalleinsätze in ihrem beruflichen Wirken zurückblicken.

„Mit ihrem Engagement im Rettungsdienst leisten sie für die Odenwälder Bevölkerung einen wichtigen Beitrag, der schon so manches Leben gerettet hat“, so Kreisvorsitzender Konrad Bäumle in seinem Schlusswort.

Die Aufnahme zeigt von links nach rechts:

Ulrich Atzbach, Klaus Gärtner, Oskar Marx, Kreisgeschäftsführer Holger Wießmann, Rettungsdienstleiter Andreas Zellmann, Betriebsratsmitglied Andreas Palme, Conrad Weselek, Betriebsratsmitglied Heiko Rebscher und Kreisvorsitzender Konrad Bäumle.1

 Erbach/Odenwald, im November 2008