DRK mit positiver Bilanz

Presseinformation | Erbach | 16. Januar 2006

Positiver Jahresrückblick

Odenwälder Rotkreuzorganisation mit 2005 sehr zufrieden

Sehr zufrieden mit den Entwicklungen im abgelaufenen Jahr zeigt sich die Odenwälder Rotkreuzorganisation in einer ersten Bilanz. Wie DRK-Kreisvorsitzender Konrad Bäumle mitteilt, haben zahlreiche Entwicklungen und Veränderungen den DRK-Kreisverband geprägt.

So wurde die Zentrale Leitstelle des Odenwaldkreises, die seither beim DRK eingerichtet war, nunmehr im Untergeschoss des Postgebäudes in Erbach in Betrieb genommen, wobei der Odenwaldkreis das DRK auch weiterhin mit der personellen Besetzung der Einrichtung betraut hat. Insbesondere durch eine neue Leitstellentechnik konnten wesentliche Ver-besserungen im Melde- und Alarmierungsverfahren für die im Odenwaldkreis tätigen Hilfsorganisationen erreicht werden. Ferner sind der Hausnotruf und der Patientenfahrdienst der Rotkreuzorganisation in die Leit-stelle integriert.

Auch weiterhin wurde das DRK vom Odenwaldkreis mit der Sicherstellung der Notfallversorgung beauftragt. Dies nicht zuletzt aufgrund der sehr ho-hen Qualitätsstandards, die das DRK im Rettungsdienst bietet.

Der Suchthilfeverbund, den das Rote Kreuz ebenfalls im Auftrag des Odenwaldkreises und Landeswohlfahrtsverbandes vorhält, wurde durch das Angebot des Betreuten Wohnens für chronisch mehrfach Abhängigkeitskranke erweitert.

Durchaus positiv gestaltet sich auch die Entwicklung des Arbeitsprojektes Picobello, das seine Betriebsräume im Hüttenwerk in Michelstadt hat. Das Arbeitsprojekt, das vom Odenwaldkreis unterstützt wird, wurde am 1. Juli eröffnet und dient der Beschäftigungsförderung für 16 erwerbsfähige

Hilfebedürftige, die keine Arbeit finden. 4 weitere solcher Arbeitsplätze werden in der DRK-Modetruhe angeboten und 10 im Behindertenfahrdienst.

Wie DRK-Geschäftsführer Holger Wießmann ergänzend hinweist, haben Rettungsdienst, Suchthilfeverbund und die entsprechenden Schnittstellen in der Verwaltung das im Rahmen des Qualitätsmanagements durchge-führte externe Audit bestanden. Seit August 2001 sind diese Einrichtungen nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.

Sehr positiv sind auch die Entwicklungen der DRK-Modetruhe in der Er-bacher Bahnstraße verlaufen. Ein Projekt, in dem mittlerweile 29 ehrenamtlich tätige Helferinnen ihre Zeit spenden, um durch den Verkauf gut erhaltener Secondhand-Kleidung soziale Projekte des Kreisverbandes und des Rettungsdienstes zu unterstützen.

Als richtig hat sich auch die Entscheidung des Vorstandes erwiesen, das Angebot des Freiwilligen Sozialen Jahres im Bereich Odenwaldkreis, Bergstraße und Nordbaden eigenständig anzubieten und nicht der dafür  überregional gegründeten Volunta gGmbH beizutreten. So konnte die Zahl der FSJ-Teilnehmer innerhalb eines Jahres um rund 32 % auf nunmehr 215 gesteigert werden.

Ein neues Betätigungsfeld hat das DRK durch Übernahme des Betreuten Wohnens für Senioren in der Erbacher Heinrich-Heine-Straße gefunden. Die Serviceverträge wurden von der Gesellschaft für Betreutes Wohnen übernommen, wobei das DRK zuvor auch schon mit seinem Hausnotruf in den beiden Objekten vertreten war. Insgesamt obliegen rund 50 Wohneinheiten der Obhut des DRK, wobei Hausmeisterdienste und Hausverwaltung nicht in den DRK-Zuständigkeitsbereich fallen.

Richtig war auch die Entscheidung, das Fahrdienstangebot für die haus-ärztliche Notdienstzentrale im Erbacher Kreiskrankenhaus an Wochenenden und Feiertagen zu übernehmen. Eine Abrundung des ohnehin schon umfangreichen Fahrdienstangebotes des DRK.

Um Angehörige von Menschen mit Ess-Störungen zu unterstützen, hat das DRK eine neue Selbsthilfegruppe gegründet. Hier können Eltern über ihre Sorgen sprechen und sich Rat und Hilfe im Umgang mit den Betroffenen holen.

Eine stetige Aufwärtsentwicklung hat auch das Hausnotrufangebot erfah-ren. Mittlerweile gibt es 351 Anschlüsse, wobei ab Januar weitere 78 Geräte in der Seniorenwohnanlage der Arbeiterwohlfahrt in Michelstadt installiert wurden.

Alles in allem eine sehr erfreuliche Entwicklung. „Diese soll sich auch im neuen Jahr fortsetzen, daran werden wir arbeiten“, so Kreisvorsitzender Bäumle abschließend.